Professionelles Wundmanagement

Wunden aller Art zu versorgen, das gehört zum klinischen Alltag. Dabei hat sich in den letzten Jahren viel verändert in der Wundpflege – besonders bei Problemwunden wie etwa beim Dekubitus, dem Wundliegen bei langer Bettlägerigkeit: Man geht weg vom bloßen Verbandwechseln und Trockenlegen der Wunden hin zu einem professionellen Wundmanagement, das mit modernen Materialien überzeugt und der Erkenntnis, dass es im feuchten Wundklima besser heilt als im trockenen. Die Katholischen Kliniken haben dem Rechnung getragen und ein Wundmanagement nach besonderen Leitlinien auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand erarbeitet. Ziel beim Wundmanagement ist immer zuerst die Infektbeseitigung, eine saubere Wunde, die schließlich ausheilt, oder – bei größeren Hautdefekten - durch die Möglichkeiten der hauseigenen Plastischen Chirurgie kuriert wird. Wenn nötig, unterstützt die Lagerung im Spezialbett zusätzlich die Wundheilung. Zur systematischen Wundtherapie gehört zunächst die Klassifizierung der Wunden: oberflächlich, lokal-entzündlich, tief mit oder ohne lokale entzündliche Reaktion. Spezialfälle sind Wunden mit freiliegendem Knochen, zu deren Beurteilung die unfallchirurgischen Ärzte hinzugezogen werden. Bei jedem Wundtyp wird vor der Therapie ein mikrobiologischer Abstrich genommen. Danach erfolgt je nach Art der Wunde die entsprechende Versorgung. Fotos dokumentieren beim Wundmanagement die gesamte Behandlung bis hin zum Abschlussbefund.