Gallensteinleiden

Das Gallensteinleiden gehört zu den häufigsten Erkrankungen der westlichen Industriestaaten. Mindestens ein Drittel der Gallensteinträger haben Beschwerden, wobei die typischen Symptome krampfartige Schmerzen (Koliken) im rechten Oberbauch sind, welche aber durchaus in alle Richtungen ausstrahlen können. Beschwerdefreie Gallensteinträger müssen in der Regel nicht behandelt werden. Die Therapie des Gallensteinleidens besteht nicht etwa nur aus der Beseitigung der Steine, sondern aus der Entfernung der Gallenblase mitsamt der Steine. Beim Gallensteinleiden entstehen die Steine neben anderen Dingen auch durch eine mangelnde Funktion der Gallenblase selber, so dass sich nach alleiniger Entfernung der Steine neue Steine bilden können.

In der Regel wird die Gallenblase durch eine Bauchspiegelung (schlüssellochchirurgisch) über zwei bis vier Einstiche entfernt und bei unkompliziertem Verlauf kann nach der Operation sofort mit der Nahrungsaufnahme begonnen werden und der stationäre Aufenthalt ist nach drei bis vier Tagen beendet. Es gibt aber auch Krankheitsverläufe, die aufgrund einer akuten Entzündung oder eines eingeklemmten Steines im Gallengang komplizierter sind. In diesen Fällen muss eventuell doch über einen Schnitt operiert werden oder ein eingeklemmter Stein zuvor über eine Magen- und Gallenwegsspiegelung (ERCP) entfernt werden.