Prämedikationsvisite
Jedem Eingriff geht ein intensives Aufklärungsgespräch voraus, bei dem der Anästhesist im Gespräch mit dem Patienten das geeignete Anästhesieverfahren auswählt (zum Beispiel Vollnarkose oder Regionalanästhesie), die geplanten Maßnahmen erläutert und auch über Risiken und Nebenwirkungen aufklärt.
Fremdblutsparende Maßnahmen wie die Eigenblutspende bei endoprothetischen Eingriffen, die in Kooperation mit dem DRK Breitscheid erfolgt, oder maschinelle Autotransfusion werden dabei besprochen. Anhand eines anästhesiologischen Fragebogens informiert sich der Anästhesist über wichtige Begleiterkrankungen, eventuelle Voroperationen, Dauermedikation sowie Allergien. Falls erforderlich, ordnet er notwendige Untersuchungen wie EKG, Herzuntersuchungen, Labor und Röntgenaufnahmen an. Auf aktuelle Befunde von Hausärzten oder früheren Krankenhausaufenthalten wird, sofern dies möglich ist, zurückgegriffen, um Doppeluntersuchungen zu vermeiden.
Das Vorgespräch soll dabei helfen, Ängste vor möglichen Narkosekomplikationen und dem bevorstehenden Krankenhausaufenthalt abzubauen. Unter Prämedikation im engeren Sinne versteht man die Gabe von beruhigend und angstlösend wirkenden Medikamenten vor einer Operation oder einem medizinischen Eingriff.





