Intensivmedizin

Nach großen Operationen, bei schweren Erkrankungen von lebenswichtigen Organen wie Herz, Lunge, Niere oder Nervensystem sowie nach Unfällen ist eine Behandlung auf der Intensivstation nötig. Erfahrene Pflegekräfte mit einer intensivmedizinischen Spezialausbildung und erfahrene Ärzte betreuen die Patienten rund um die Uhr. Zur kontinuierlichen Überwachung aller wichtigen Organfunktionen werden verschiedene Geräte angeschlossen, sogenannte Monitore, die mit Alarmfunktionen ausgestattet sind und bei Störungen (zum Beispiel des Kreislaufs oder der Atmung) ein sofortiges therapeutisches Eingreifen ermöglichen. Zusätzlich werden tägliche Blutuntersuchungen durchgeführt. Bei schweren Kreislaufstörungen werden spezielle Methoden zur kontinuierlichen Überwachung von Herz- und Lungenfunktion angewendet, mit denen sich die Wirkung der eingesetzten Medikamente zeitnah überprüfen lässt.

Beatmung

Ist durch eine schwere Erkrankung (zum Beispiel eine Lungenentzündung oder Sepsis) die Lunge angegriffen, kann es nötig sein, die Atmung mit Hilfe eines Beatmungsgerätes zu unterstützen. Dies geschieht entweder über eine Gesichtsmaske (nicht-invasive Beatmung) oder, bei schweren Verläufen, über einen Beatmungsschlauch (invasive Beatmung). Während der Beatmungszeit erhält der Patient, wenn nötig, angstlösende und beruhigende Medikamente. Insgesamt stehen auf der Intensivstation des St. Josef-Krankenhauses zwölf Betten und sieben Beatmungsplätze und auf der Intensivstation des St. Elisabeth-Krankenhauses fünf Betten und ein Beatmungsplatz zur Verfügung.

Bakteriologische Tests

Bakteriologische Tests ermöglichen den Nachweis von Bakterien und anderen Keimen im Körper. Diese Tests sind notwendig, um bei Bedarf das geeignete Antibiotikum auszuwählen.

Künstliche Ernährung

Während der Intensivbehandlung sind die Patienten häufig nicht in der Lage auf normalem Weg Nahrung aufzunehmen. In diesem Fall werden sie über dünne Sonden, die in den Magen eingelegt werden, künstlich ernährt. Sollte dies nicht möglich sein, wird die Nährlösung direkt in eine Vene gegeben (Zentraler Venenkatheter).