Deutsches Nasenzentrum gegründet

Pressemeldung, Neues aus den Kliniken

Nasenexperten aus Essen und Stuttgart schließen sich zusammen

Mit rund 800 Nasenoperationen sind die Katholischen Kliniken Ruhrhalbinsel bundesweit führend

Essen, 01.10.2011 ▪ Menschen, die sich an der Nase operieren lassen, haben nicht immer ihr Aussehen im Sinn. Haben Sie gewusst: Ein großer Teil der Bevölkerung hat verengte Nasenwege. Einige werden dadurch nicht beeinträchtigt, andere klagen jedoch über starke Beschwerden bei der Nasenatmung. Häufig ist ein chirurgischer Eingriff notwendig, um die Probleme, die die Patienten teilweise stark beeinträchtigen, zu beheben. Je nach Ausprägung und Krankheitsbild gestaltet sich dieser kompliziert. Entsprechendes Fachwissen und bestimmte Operationsmethoden sind dann wichtig, damit der Eingriff erfolgreich ist. In der Klinik für Plastische Chirurgie der Katholischen Kliniken Ruhrhalbinsel werden unter der Leitung von Dr. Michael Bromba bundesweit die meisten komplexen funktionellen Nasenoperationen durchgeführt. Sie ist zudem die einzige ausgewiesene Plastische Chirurgie in der Region. Grund genug für die Klinik, nun das Deutsche Nasenzentrum zu gründen.

Ähnliche Beschwerden wie Asthmatiker

„Unser Ziel ist es, Patienten mit funktionellen Erkrankungen der inneren und äußeren Nase optimal und nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu behandeln“, erläutert Oberarzt Dr. Andreas Dacho, Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Facharzt für Plastische Chirurgie, der das Konzept für das Zentrum erarbeitet hat. Die Patienten leiden teilweise seit ihrer Geburt an einer Erkrankung der Nase. Häufig kann diese jedoch auch als Folge von Unfällen oder Tumoren entstehen. Das knöcherne und knorpelige Skelett der Nase ist oft davon betroffen, aber auch die Schleimhaut. Symptome sind zum Beispiel akute oder chronische Nasennebenhöhlenentzündungen. Auch Allergien können langfristig zu Veränderungen der Nasenschleimhaut führen. „Viele unserer Patienten klagen über ähnliche Beschwerden wie Asthmatiker“, so Dr. Dacho, „daher ist es wichtig, dass die Symptome abgeklärt und richtig behandelt werden.“ Ist ein chirurgischer Eingriff notwendig, ist entsprechendes Fachwissen gefragt, denn teilweise gestaltet sich dieser kompliziert. Im Deutschen Nasenzentrum werden künftig anspruchsvolle Operationen durchgeführt, wie zum Beispiel die aufwendige Korrektur der inneren und äußeren Nase bei einer angeborenen Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, die sowohl funktionelle als auch sichtbare Folgen mit sich bringt. Die Spezialisten bieten ihren Patienten außerdem den Vorteil, dass funktionelle innere und äußere Nasenoperation mit einer Nasennebenhöhlenoperation kombiniert werden können. Ein normalerweise üblicher zweiter Eingriff und Krankenhausaufenthalt entfällt dadurch. 

Vorbild für das Nasenzentrum ist die Gründung etablierter Zentren für verschiedene Organ- und Krankheitsgruppen wie Darm- und Brustkrebs. Für Erkrankungen der inneren und äußeren Nase ist es in der geplanten Ausrichtung bisher einzigartig.

Kooperation mit dem Marienhospital Stuttgart für bundesweite Versorgung

„In unserer Klinik werden jährlich rund 800 dieser speziellen Nasenoperationen durchgeführt. Damit sind wir führend in Deutschland“, erläutert Dr. Dacho. Damit möglichst viele Patienten von dieser Expertise profitieren, hat sich die Klinik für das Nasenzentrum mit der Klinik für Plastische Gesichtschirurgie des Marienhospitals Stuttgart einen kompetenten Partner an Bord geholt: Mit circa 500 komplizierten Eingriffen jährlich zählt die Klinik unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Gubisch ebenfalls zu den führenden Nasenchirurgien in Deutschland. Die Fallzahlen beider Kliniken sind für diese Eingriffe bundesweit einzigartig und somit entsteht erstmalig ein „Deutsches Nasenzentrum“ mit den beiden Standorten Essen und Stuttgart.

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