Herzklappenerkrankungen
Rund 2,5 Milliarden Mal schlägt das Herz in 60 Lebensjahren. Für die Herzklappen bedeutet das eine enorme Druckbelastung. Die Folge sind Verschleißerscheinungen. Die Herzklappen verengen sich (Stenose) oder können nicht mehr richtig schließen (Insuffizienz). Durch die Verengung kommt es zu einem Blutstau vor der defekten Klappe und das Herz muss mehr Kraft zur Entleerung aufwenden. Auf Dauer führt dies zu einer Vergrößerung des Herzmuskels oder der Herzkammer. Häufig liegen auch Entzündungen der Herzklappen (Endokarditis) durch Bakterien und Viren vor, die sich bei nicht auskurierten Infektionen oder Erkältungen auf den Herzklappen ansiedeln. Weitere Ursachen sind Verkalkungen der Aortenklappe bei älteren Menschen, Herzinfarkte und Herzmuskelentzündung (Myokarditis).
Warnsignale
Warnsignale können Beschwerden wie Atemnot oder Schwellungen in den Beinen sein. Viele Betroffene verbuchen die Symptome als normale Alterserscheinung. Ein Herzklappenfehler bleibt daher oft über Jahre unerkannt, so dass der Herzmuskel irreparable Schäden davonträgt. Dabei können viele Herzklappenerkrankungen heute mit gutem Erfolg behandelt werden.
Diagnose und Therapie
Das wichtigste Diagnoseverfahren ist die Herzultraschalluntersuchung (Echokardiografie). Bei Patienten über 40 mit entsprechenden Beschwerden wird zusätzlich eine Herzkatheteruntersuchung durchgeführt, um zusätzliche Erkrankungen auszuschließen. In einem frühen Stadium helfen Medikamente, das Herz zu kräftigen und den Körper zu entwässern. In schweren Fällen können die erkrankten Herzklappen durch mechanische oder biologische Klappen operativ ersetzt werden.





