Zentrum für Psychotherapie (ZPT) der Ruhr-Universität Bochum
Um die Versorgung von Patienten mit psychischen Erkrankungen noch effizienter zu gestalten, hat die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am St. Elisabeth-Krankenhaus Niederwenigern außerdem gemeinsam mit dem Zentrum für Psychotherapie der Ruhr-Universität Bochum und der Techniker Krankenkasse einen Vertrag zur integrierten Versorgung abgeschlossen.
Konzept zur Integrierten Versorgung bei Angst-, Zwangs- und depressiven Störungen
Das neuartige Konzept zur Behandlung von Angst-, Zwangs- oder depressiven Störungen wurde speziell für Patienten entwickelt, bei denen sich die herkömmlichen Therapien als nicht ausreichend erwiesen haben. Sie erhalten nun eine Intensivbehandlung. Während der Hauptbehandlungsphase finden zusätzlich täglich mehrere Stunde Einzelpsychotherapie statt. Bisher war solch eine Therapie nur in wenigen spezialisierten Privatkliniken möglich. Durch die Kooperation ist sie nun auch für gesetzlich Versicherte möglich. Bei Angststörungen werden die Patienten in den zusätzlichen Einzelstunden kurz hintereinander immer wieder den angstauslösenden Situationen ausgesetzt. So gewöhnen sie sich an die Situation, bauen Angst ab und lernen mit ihr umzugehen. Der Patient kann dieses Angebot nicht nur stationär, sondern auch ambulant oder in der Tagesklinik in Anspruch nehmen.
Zu Beginn der Therapie wird ein Behandlungsplan aufgestellt, der auch eine 13-wöchige Nachbehandlung berücksichtigt. Dadurch sinkt die Gefahr von Rückfällen und das erreichte Ergebnis stabilisiert sich. Um die Effekte zu überprüfen, begleiten der Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Ruhr-Universität Bochum und das Institut für Gesundheitsförderung und Versorgungsforschung an der Ruhr-Universität Bochum das Projekt wissenschaftlich.






