Bei Leistenhernie - OP nach Shouldice
Bei der Shouldice Methode handelt es sich um eine nicht minimal-invasive Technik, die seit den 80er Jahren durchgeführt wird. In der Regel wird diese Methode bei kleinen Leistenbrüchen angewand. Dabei legt der Operateur einen Hautschnitt über der betroffenen Leiste, anschließend werden der Leistenkanal freigelegt und eventuell ausgetretene Bauchorgane in die Bauchhöhle zurückgeschoben. Schlussendlich wird der Bruchsackeingang vernähr, dann wird die Leistenhinterwand ebenfalls mit einer Naht verschlossen. Anfänglich kann es nach der OP zu einer Spannung des Gewebes, verbunden mit leichten Schmerzen, kommen. Daher sollte man sich in den ersten sechs bis acht Wochen nach der Operation schonen, um ein positives Ergebnis zu erzielen. Diese Methode wird vor allem gerne bei jungen Patienten durchgeführt.
Bei Leistenhernie - OP nach Lichtenstein
Die Operation nach Lichtenstein ist weltweit verbreitet und erfährt hohe Akzeptanz. Es handelt sich um eine offene Operation bei der die vordere Bauchwand durch Einlage eines Kunststoffnetzes verstärkt wird. In der Regel wird diese Operationstechnik bei allen großen Leistenbrüchen (über 3 cm) oder bei älteren Patienten mit schwachem Bindegewebe angewandt. Das Kunststoffnetz mit einer Größe von ca. 6 mal 11 cm wird zwischen Muskulatur und Muskelfaszie eingelegt und durch Nähte oder Gewebekleber fixiert. Bei großen Brüchen stellt die Vermeidung von Rezidivbrüchen einen ausschlaggebenden Vorteil der Lichtenstein-Methode dar. Diese Operationstechnik ist sehr stabil. Bereits nach Abschluss der Wundheilung können normale Aktivitäten wieder aufgenommen werden.
Bei Narben- und Nabelhernie - Netzimplantation in Sublay-Technik (Netz Bauchdeckenmuskulatur)
Bei der Sublay-Technik wird ein z.B. teilresorbierbares Netz implantiert, welches auf das hintere Rektusblatt und unter der Bauchmuskulatur eingebracht wird. Damit wird das Netzimplantat zwischen die Bauchdeckenschichten platziert. Ein großer Vorteil dieses OP Verfahrens liegt darin, dass es sich um einen spannungsfreien Verschluss handelt und die Patienten somit zügig nach dem Eingriff wieder voll belasten können.
Bei Nabelhernie - Verschluss der Bauchdecke durch eine direkte Naht (bei kleinen Bruchlücken)
Der Verschluss von Nabelhernien kann außerdem durch eine direkte Naht der jeweiligen Schichten der Bauchdecke mit Nahtmaterial, das sich nicht auflöst erfolgen. Diese Operationstechnik ist allerdings nur dann in Betracht zu ziehen, wenn die Hernie klein und die Spannungseinwirkung gering ist.






